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10 - Chile, Paso Jama |
| 28.01.2010 |
| Blog/Media >> Reisen Südamerika |
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Da es mir beim Abstieg nach unserer Atacama Expedition schnell wieder besser ging haben wir uns dazu entschlossen am gleichen Tag den Paso Jama welcher auf Höhen von bis zu 5200 Metern hoch geht zu überqueren. Die Idee war so schnell wie möglich diese unglaublichen Höhen hinter uns zu lassen.

Schon beim losfahren haben wir festgestellt dass sehr wenige Autos auf dieser Strecke unterwegs sind. Der Paso Jama ist wirklich eine Herausforderungen für Körper und Auto. Schon beim ersten Steilstück auf ca 3000m kochte unser Kühlwasser. Dies nicht weil unser Mazda schlecht oder untermotorisiert war, nein - sondern infolge unfähiger chilenischer Automechaniker. Der Mazda hat 2 Füllstutzen für's Kühlwasser, einer beim Druckausgleichsbehälter und der Druckdeckel welcher direkt ins Kühlsystem (Motor) führt. Beim Service in Iquique hatten die Mechaniker das Kühlwasser nur in den Druckausgleichsbehälter geleert und haben uns erzählt dass man den Druckdeckel vom System nie entfernen sollte. Dies kam mir von Anfang an wortwörtlich Spanisch vor, aber wenn einem dies 3 verschiedene Automechaniker erzählen fängst du an diesen Worten Glauben zu schenken. Also hatte ich ebenfalls jedesmal nur Wasser in den Druckausgleichsbehälter geleert. Natürlich haben wir jedes Mal wenn die Temperatur anfing zu steigen frühzeitig gestoppt um zu pausieren und den Motor zu schonen. Um Mitternacht auf ca 4400 Metern war dann fertig lustig. Wir konnten nur noch mit Untersetzung fahren und alle 5 Minuten ging die Temperatur hoch. Im absoluten argentinischen Niemandsland, nahe der Bolivianischen Grenze wo eigentlich keiner wirklich schlafen möchte mussten wir nächtigen. Der Sandsturm schaukelte unsere Wohnkabine ordentlich durch und die weitere Nacht auf 4400 Metern machte nun auch Carolina ordentlich zu schaffen. Am nächsten Morgen hatte ich mich glücklicherweise bereits anklimatisiert, Carolina ging es auf sehr schlecht. Wir wollten beide nur so schnell wie möglich weg hier. Nachdem ich bei Tag das Kühlsystem dann mal ordentlich inspiziert hatte wurde mir alles klar. Wir haben Luft im Kühlsystem...und das wohl inzwischen mehr als Wasser. Nach erneutem abkühlen des Systems konnten wir bei laufender Zirkulation dann Kühlwasser nachfüllen. Zum Glück hatten wir in Iquique ordentlich eingekauft. Wir haben ca 4 Liter nachgefüllt. Und siehe da: Der Mazda fährt wieder wie gewohnt und ohne Probleme. In Südamerika heisst die Devise: Vertrauen wird NIE belohnt. Bei sämtlichen Arbeiten musst du nebenanstehen und die Leute beobachten dass sie keine Fehler machen. Am besten lernst du es gleich selber und machst es selbst.

Nach dem Ärger kam dann die Belohnung. Der Abstieg auf der Argentinischen Seite ist wirklich ein Erlebnis. Die Landschaft wechselt alle 10 Minuten und erscheint in allen möglichen Farben.

Nach spektakulären Felsformationen fährt man plötzlich wieder auf einem riesigen Hochplateau mit grüner Vegetation und vielen Tieren welche dann plötzlich in eine riesige Salzwüste übergeht.

Für mich ist die Gegend rund um Purmamarca das schönste Stück Erde dass ich je gesehen habe. Hier hat der Bergbau (Mineria) nicht wie in Nord-Chile zugeschlagen. Die Berge schillern in allen Farben, die Tierwelt und Vegetation ist vielseitig und die Leute fröhlich und freundlich. Die Bevölkerung lebt primär von Landwirtschaft und Tourismus. Die Natur ist mehr oder weniger vollständig erhalten.

Auch hier sprechen Bilder mehr als 1000 Worte:
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Zuletzt geändert am: 15.08.2010 um 00:57
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