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19 - Argentinien, Parque Los Alerces

02.03.2010
Blog/Media >> Reisen Südamerika

-> Zur Photo Gallerie Parque Los Alerces

Südlich von el Bolson befindet sich ein wunderschöner Nationalpark, der Parque Los Alerces mit seinen vielen Seen, Flüssen, Bergen und Gletschern.

In diesem Gebiet gibt es keine asphaltierten Strassen mehr. Unsere Reisegeschwindigkeit liegt im Schnitt bei ca 30-40km/h womit man für die hier üblich grossen Distanzen lange fahren muss. Inmitten vom Nationalpark, ca 100km Schotterpiste von der nächsten kleineren Ortschaft entfernt stellen wir fest dass sich unsere Spur enorm verstellt hat und sich das linke Vorderrad beim Bremsen komisch verhält. Beim eindunkeln und strömenden Regen demontiere ich das Rad uns stelle fest dass sich Schrauben der Radaufhängung gelöst haben. Schnell wird uns klar was der Grund dazu ist. Als wir in Iquique die Reifen gekauft haben hat der Mechaniker der Goodyear die Spur neu eingestellt. Dazu klemmen sie bei den Pickups einfach eine Art Unterlagsscheiben zwischen die Fixierung der oberen Radschwinge. Nun scheint der Mechaniker die Schrauben aber nicht richtig angezogen zu haben. Eine Schraube haben wir komplett verloren und somit hing die ganze Radaufhängung an einer, ebenfalls gelösten Schraube welche durch die Überlast natürlich übel vermurkst war. Mit meinem Bordwerkzeug war es unmöglich diese Schraube ganz festzuziehen. Wir mussten an der Strasse übernachten. Nachdem während der ganzen Zeit niemand vorbeigekommen war und wir auch nirgends Telefonempfang gefunden hatten beschliessen wir uns im Schritttempo nach Villa Futaleufquen zu fahren. Villa Futaleufquen besteht aus ein paar wenigen Häuser wo die Park-Ranger mit ihren Familien wohnen. Es gibt einen kleinen Supermarkt, eine Touristeninformation und eine Bushaltestelle...thats it.

Zum Glück gibt es hier aber auch einen Mechaniker der die Fahrzeuge der Park-Ranger repariert. Er kann uns innert 2 Tagen neue Schrauben  auftreiben. Wir nutzen diese Zeit um uns die schöne Natur anzuschauen und sind einmal mehr froh dass wir in einem Camper unterwegs sind wo wir jederzeit schlafen können und alles dabei haben was man zum leben so braucht.

Das Wetter ist enorm wild und wechselt zwischen starkem Regen und Sonnenschein mit extremen Windböen.

Während einer Nacht ist der Wind so stark dass wir unmöglich schlafen können. Wir haben Angst dass es unseren Camper zerfetzt und die Bäume auf uns fallen. Mich erinnert dies sehr an die krassen Föhnstürme in der Schweiz. Nach Aussage der Ranger ist das Wetter seit dem Vulkanausbruch in Chaiten vor über einem Jahr dermassen aus den Fugen geraten. Am nächsten Tag überqueren wir die Grenze nach Chile und fahren nach Chaiten.

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Zuletzt geändert am: 15.08.2010 um 00:11

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